Lunar Lander
OHB hat eigenfinanziert und im Auftrag europäischer Raumfahrtagenturen Landefahrzeuge für Missionen zum Südpol des Mondes entworfen.
Der Südpol
des Mondes bietet einmalige Umgebungsbedingungen für die Wissenschaft. Aufgrund
der Geländeformation befinden sich hier Regionen mit nahezu kontinuierlicher
Sonneneinstrahlung. Auf der anderen Seite herrscht in einigen Kratern am Südpol
seit Jahrmillionen permanente Dunkelheit. Hier vermuten Wissenschaftler das Vorkommen von Wasser. Der Einschlag von
Meteoriten hat insbesondere am Südpol tiefe Krater hinterlassen, sodass hier
Material aus tiefen Regionen des Mondes an der Oberfläche zu finden ist. Die Entstehungszeit
dieses Materials reicht bis weit in die frühen Stadien unseres Sonnensystems
zurück und stellt damit ein einzigartiges Archiv für Geophysiker, Geochemiker
und Sonnensystemforscher dar.
Missionen zum
Südpol des Mondes sollen Aufschlüsse über die Struktur und die Entwicklung des
Universums, unseres Sonnensystems und unserer Erde geben. Darüber hinaus sollen Technologien für
zukünftige Explorationsmissionen zum Mond und Mars vorbereitet werden.
Als
Kernelement derartiger Missionen werden Lander automatisch und völlig autonom
in dem gebirgigen Gelände am Südpol des Mondes weich landen. An Bord dieser
Fahrzeuge befinden sich wissenschaftliche Nutzlasten und Fahrzeuge welche den mobilen
Betrieb von wissenschaftlichen Nutzlasten in einem Umkreis von mehreren
Kilometern um das Landegebiet erlauben.
Details im Überblick:
Status:
Phase A Studien, Machbarkeit nachgewiesen
Lander:
Trockenmasse: ca. 800 kg
Nutzlast: ca.
40kg
Rover: ca.
60kg
Wissenschaftliche Disziplinen:
Geologie, Geophysik, Geochemie, Biologie, Astronomie

