Mars-Exploration

NEXT Mars ist eine wissenschaftliche und technologische Mission der europäischen Raumfahrtagentur ESA zum Mars. Das wissenschaftliche Hauptziel der Mission ist die simultane Durchführung von geophysikalischen und meteorologischen Untersuchungen in unterschiedlichen Regionen des Roten Planeten, realisiert mittels eines Netzwerks von Landemodulen. Die technologischen Ziele der Mission betreffen Schlüsseltechnologien in Vorbereitung der künftigen Probenrückführungsmission vom Mars. OHB war an der kürzlich durchgeführten industriellen Definitionsstudie im Auftrag der ESA maßgeblich beteiligt.

NEXT Mars besteht aus einem Orbiter und drei Landemodulen, die vom Orbiter zum Mars transportiert werden. Die Lander werden während der Anflugphase nacheinander abgetrennt, so dass sie in verschiedenen Regionen des Roten Planeten landen. Auf diese Weise wird eine Separation in geographischer Breite und Länge erreicht, die zur Erhöhung der wissenschaftlichen Ausbeute führt. Nach Durchführung des Einschussmanövers, erreicht der Orbiter erst einen hochelliptischen Mars-Orbit. Mittels Aerobraking wird dann ein niedriger Kreisorbit erreicht, der sowohl für die Übertragungsfunktion der wissenschaftlichen Daten zur Erde wie auch zur Durchführung der Technologiedemonstration bestens geeignet ist. Zusätzlich zum Aerobraking, ist die Demonstration des autonomen Einfangens eines passiven Objektes im Mars-Orbit ein technologisches Ziel der Mission. Diese Technologie wird für die künftige Probenrückführungsmission vom Mars benötigt. Zur Durchführung der Demonstration setzt der Orbiter einen Dummy des künftigen Probencontainers im Orbit aus und fängt ihn nach einigen Tagen autonom wieder ein. Der Start der Mission ist für 2018 vorgesehen.

Im Rahmen der kürzlich abgeschlossenen Industriestudie war OHB für die Definition der Missionsarchitektur verantwortlich. Dies umfasste die Optimierung der interplanetaren Transferbahnen und der Aerobraking-Phase sowie die detaillierte Definition der Separationssequenz der Lander unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Beschränkungen.