03.02.2003

Beteiligte deutsche Raumfahrtgemeinde trauert um die sieben Opfer des Columbia-Unglücks

Zwei beauftragte Weltraumexperimente der OHB-System betroffen

Der tragische Verlust der US-Raumfähre Columbia, bei dem am 1. Februar alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben kamen, hat die beteiligte deutsche Raumfahrtforschung und -industrie tief getroffen.

An Bord des Columbia Space Shuttles befanden sich auch zwei Weltraumexperimente, die von der OHB-System für die deutsche Raumfahrtagentur (DLR) und die europäische Raumfahrtagentur (ESA) entwickelt und gebaut worden sind.

Mit an Bord befand sich das Forschungsaquarium C.E.B.A.S., in dem Fische, Schnecken und Pflanzen unter Schwerelosigkeit untersucht worden sind. Der Columbia-Flug war der dritte Weltraumflug dieses im Auftrag des DLR entwickelten Forschungslabors. Nach den erfolgreichen Experimenten im Weltraum verhindert die Columbia-Tragödie nun die wissenschaftliche Auswertung der Untersuchung am Boden durch die beteiligten deutschen Wissenschaftler. Eine Fortsetzung dieser in den vergangenen Jahren sehr erfolgreichen biologischen Forschungsexperimente wird zu gegebener Zeit erfolgen.

Das zweite OHB-Experiment an Bord, COM2PLEX, untersuchte innovative Kühltechnologien für zukünftige Satelliten. Dieses im Auftrag der ESA und dem DLR durchgeführte Projekt ist während des Raumfluges erfolgreich abgeschlossen worden. Die Messdaten wurden gleich nach der Durchführung kontinuierlich zur Erde übertragen. Ein wirtschaftlicher Schaden ist der OHB-System durch das Columbia-Unglück nicht entstanden. Die Risiken des Raumfluges lagen ausschließlich bei den auftraggebenden Raumfahrtagenturen.

Nach den amerikanischen Bekräftigungen zur Fortführung der bemannten Raumfahrtprojekte mit der Space Shuttle Flotte, ist mit einer grundsätzlichen Beeinträchtigung von Aufbau und Nutzung der Internationalen Raumstation ISS nicht zu rechnen. Die nach Klärung der Unfallursache eventuell erforderlichen Korrekturmaßnahmen sowie die Schrumpfung der Space Shuttle Flotte auf jetzt drei Raumfahrzeuge wird aber aller Voraussicht nach zu Verzögerungen beim Aufbau der ISS führen.

Die europäischen Aufträge zur Entwicklung und zum Bau von Anlagen und Geräten für die ISS werden hiervon wegen des fortgeschrittenen Stadiums der Arbeiten weitgehend unberührt bleiben. Auswirkungen und Verzögerungen sind jedoch bezüglich des Betriebs- und Nutzungsgeschäfts nicht auszuschließen.

Das Wichtigste für die nächsten Tage und Wochen wird für die deutschen Wissenschaftler und OHB-Mitarbeiter, die zum Teil gegenwärtig noch am Kennedy Space Center in den USA sind, die Trauer und Unterstützung für die Angehörigen der Opfer und die unmittelbar betroffenen amerikanischen Freunde und Kollegen der NASA sein.

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