13.12.2017

Galileo-Satelliten von OHB erfolgreich im Orbit positioniert

Bremen, 13.12.2017. Die vier Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo haben den Zielorbit im Weltraum gestern nach einer Flugzeit von knapp vier Stunden um 23:31 Uhr (MEZ) erreicht. Sie kreisen in rund 23.000 Kilometern in ihrer Umlaufbahn um die Erde. „Unsere vier Satelliten haben die Systeme unmittelbar nach ihrem Aussetzen im All hochgefahren, die Solarpanele entfaltet und sich zur Sonne ausgerichtet. Die ersten Tests haben unmittelbar im Anschluss begonnen“, sagt Dr. Manuel Czech, Projektmanager Galileo bei OHB. Jetzt folgt eine Testphase der Satelliten von rund sechs Monaten. Während der ersten elf Tage werden sie vom Kontrollzentrum der französischen Raumfahrtagentur CNES von Toulouse aus gesteuert, bevor das Galileo-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen übernimmt.

Satelliten aus Bremen nutzen Menschen weltweit

Damit befinden sich derzeit 22 Galileo-Satelliten im Weltraum, 18 von ihnen wurden von OHB entwickelt, gebaut und getestet. Weitere vier dieser FOC*-Satelliten von OHB werden voraussichtlich im Juli 2018 gestartet. Dann werden die ersten beiden Chargen komplett im Weltraum positioniert sein. Im Herbst 2018 soll in den Reinräumen von OHB in Bremen mit dem Bau der Satelliten aus dem Auftrag für die dritte Charge begonnen werden. Bis 2020 wird OHB weitere zwölf Galileo-Satelliten bauen. Die Dienste, die das Europäische Satellitennavigationssystem Galileo neben der klassischen, verbesserten Navigationshilfe für die breite Öffentlichkeit anbietet, umfassen einen „Search & Rescue Service“, die Bereitstellung von Positionsdaten für Flottenmanagement und Disposition von Sendungen, zertifizierte Zeitstempel für sichere und authentifizierte Finanzgeschäfte sowie leistungsstarke Verbindungen zwischen Geräten im Internet der Dinge (IoT). Mit der Hoheit über ein eigenes Navigationssystem Galileo gewinnt Europa zudem an Souveränität. „Wir sind stolz, hierzu mit unseren Navigationssatelliten einen maßgeblichen Beitrag zu leisten“, sagt Dr. Czech.

*) Die Phase bis zum Erreichen der vollen Einsatzkapazität (FOC – full operational capability) des Galileo-Programms wird von der Europäischen Union finanziert. Die Europäische Kommission und die Europäische Raumfahrtagentur ESA haben eine Übertragungsvereinbarung unterzeichnet, gemäß der die ESA im Auftrag der Kommission als die für die Entwicklung und die Beschaffung verantwortliche Stelle handelt. Die hier ausgedrückten Ansichten stellen nicht notwendigerweise die Position der Europäischen Union bzw. der ESA dar. Galileo ist ein eingetragenes Warenzeichen von EU und ESA gemäß HABM-Antrag Nr. 002742237.

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