28.03.2007

Klein, modular und hochmodern: Europa im geostationären Orbit

Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB-System AG wurde am 7. März 2007 von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA mit den nächsten Entwicklungsphasen für den geostationären Kleinsatelliten „SmallGEO“ beauftragt.

Mit der heutigen Unterzeichnung des Kooperationsabkommens zwischen OHB und den europäischen Projektpartnern Swedish Space Corporation (Schweden), Oerlikon Space AG (Schweiz) und Luxspace Sárl (Luxemburg) fällt der Startschuss für den Bau des ersten SmallGEO. Der Pionier soll bereits Ende 2010 seinen Betrieb in 36.000 Kilometern Höhe aufnehmen. OHB geht nach Marktanalysen von einem Bedarf von bis zu acht Satelliten pro Jahr aus. Das Bremer Raumfahrtunternehmen kann davon mindestens einen Satelliten pro Jahr liefern.

Als Kunden kommen kleinere Länder und Telekommunikationsanbieter und aufstrebende Satellitenbetreiber in Frage. Der Nutzer für den ersten SmallGEO ist bereits gefunden. „Mit dieser Entwicklung verfügt Europa über eine hochmoderne Plattform“, so Prof. Manfred Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB-System AG. Eine Besonderheit an der Entwicklung ist, dass die SmallGEOs aus dem Hause OHB mit allen verfügbaren Trägerraketen gestartet werden können. Die Satelliten sind modular aufgebaut.

Aufbruch in den geostationären Orbit

Bisher kreisen die OHB-Satelliten im erdnahen Orbit. Mit SmallGEOs verfolgt die OHB das Ziel, kostengünstige Satelliten mit geringer Masse und kleinem Volumen auch in den geostationären Orbit zu schicken. Unter dem Projektnamen LUX hat die OHB bereits 2003 begonnen, mit Eigenmitteln eine hocheffiziente Satellitenplattform für Kommunikation und Wissenschaft zu entwickeln. Das Konzept hat schnell auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt überzeugt. DLR hat das Programm mit einem Zuwendungsauftrag unterstützt, denn in Deutschland wurden schon seit über zehn Jahren keine geostationären Satelliten mehr entwickelt und gebaut. Die ESA-Ministerratskonferenz im Dezember 2005 hatte den Weg endgültig geebnet. Deutschland übernahm die Führung bei der Entwicklung kleiner geostationärer Satelliten, der sogenannten Small GEOs. Die von OHB initiierte Entwicklung einer geostationären Plattform wurde als eigenständige Linie im ESA-Langzeitplan unter dem Programmnamen ARTES-11 etabliert.

Pressemeldung DLR

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