13.06.2005

LUX-Konzept für little GEOs setzt sich durch

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR unterstützt OHB-Programm für kleinere geostationäre Satelitten

Mit kleinen geostationären Satelliten, sogenannten LITTLE GEOs, verfolgt das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB-Systegeostationären Orbit zu schicken.

Unter dem Projektnamen LUX entwickelt die OHB bereits seit Anfang 2004, finanziert aus Eigenmitteln, eine hocheffiziente Satellitenplattform für Kommunikation und Wissenschaft.

Dieses Konzept hat auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR überzeugt, das Programm mit einem Zuwendungsauftrag zu unterstützen.

„In Deutschland wurden schon seit über zehn Jahren keine geostationären Satelliten mehr entwickelt und gebaut.“, so der OHB-Projektleiter Dominik Lang. „Wir laufen Gefahr, das sich die System-Kompetenz hierfür aus unserem Land verabschiedet“, erläutert er die Entscheidung für das LUX-Programm.

Die LITTLE GEOs sind im Gegensatz zu den herkömmlichen geostationären Satelliten wesentlich kleiner, kostengünstiger und dadurch optimal ausgelegt für spezielle Aufgaben, die je nach Kundenwunsch angepasst werden können.

Das LUX-Systemkonzept wird dem DLR Ende August präsentiert. Der erste Satellit soll bereits 2009 in seine geostationäre Umlaufbahn gebracht werden.

Hintergrund

Das übergeordnete Ziel in der Vergangenheit war die Entwicklung von immer größeren und leistungsstärkeren Satellitenplattformen für Telekommunikationsanwendungen. Diese Satellitenklasse bietet Vorteile für Standardanwendungen, wie z. B. Satellitenfernsehen, weist jedoch auch schwerwiegende Nachteile auf, wie z.B. sehr lange Entwicklungszeiten, hohe Systemkomplexität, sehr hohe Investitionskosten und ein erhöhtes programmatisches Risiko.

Der Einsatz von kleineren Satelliten kann große Satellitenplattformen nicht generell ersetzen, bietet aber für viele Kunden eine sinnvolle, maßgeschneiderte Lösung.

Die Vorteile von LITTLE GEOs können wie folgt zusammengefasst werden:
niedrige Investitionskosten und Risiken führen zu einem schnellen Investitionsrückfluss und erlauben kleinen Satellitenbetreibern und Entwicklungsländern die Anschaffung eigener Satelliten, kurze Entwicklungszeiten erlauben schnelle Reaktionen auf sich verändernde Marktbedürfnisse, niedrige Komplexität erhöht die Zuverlässigkeit des Systems, reduziert die Gesamtkosten und die programmatischen Risiken, niedrige Kosten ermöglichen einen sukzessiven Ausbau der Satellitendienste, mit hoher Flexibilität bei der Reaktion auf variierende Marktanforderungen (Skalierbarkeit des Systems), Gruppen von mehreren LITTLE GEOs können eine höhere Zuverlässigkeit als einzelne große Plattformen bieten ("Clustering" von mehreren Einzelsatelliten).

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