23.09.2015

OHB präsentiert AIM-Konzept zur Asteroidenabwehr

Bildliche Darstellung der Asteroid Impact Mission, Quelle: OHB System AG
Bildliche Darstellung der Asteroid Impact Mission, Quelle: OHB System AG

Bremen/Madrid, 23. September 2015. Die OHB System AG hat auf der gestrigen Nutzlast-Besprechung im Europäischen Weltraumastronomie-Zentrum (ESAC) nahe Madrid ihr Konzept zur Asteroid Impact Mission (AIM) präsentiert. Das von OHB geführte Konsortium hat hierbei sein Verständnis von den einzelnen Nutzlasten und deren Betrieb gegenüber der ESA sowie den Entwicklern und Hauptnutzern der Instrumente vorgestellt.

Mit der AIM-Konzeptstudie gehört OHB zum weltweit ersten Projekt, mit dem Wege aufgezeigt werden sollen, wie man die Erde vor einem Asteroidenaufprall schützen kann. Ziel der Mission ist es, einen entfernten Asteroiden namens Didymos aufzuspüren und zu erfassen. Dann soll beobachtet werden, was bei einem Zusammenstoß mit einem von der NASA ausgesandten Raumfahrzeug geschieht. Die gesammelten Daten sollen anschließend zur Entwicklung von Strategien zum Schutz unseres Planeten ausgewertet werden. Dazu führt OHB ein europäisches Konsortium, in dem das Politecnico di Milano die Missionsanalyse durchführt, Telespazio VEGA arbeitet am Bodensegment sowie den Bodenoperationen und Spin.Works beschäftigt sich mit den Leit- und Navigationsaspekten der Mission.

Die größte Herausforderung ist derzeit der knappe Zeitplan. Die Mission muss bereits im Oktober 2020 gestartet werden, um das Zeitfenster zu treffen, an dem der Asteroid und sein Mond der Erde am nächsten sind. „Deshalb sind Leitung und Navigation ganz entscheidende Teile des Missionskonzepts“, sagt OHB-Projektleiter Marc Scheper. „Zunächst einmal muss das Raumfahrzeug über eine Distanz von 480 Millionen Kilometern seinen Weg zum Zielasteroiden finden. Die nächste Aufgabe besteht darin, über visuelle Erkennung um Didymos herum zu manövrieren, ohne dabei allzu viel Treibstoff zu verbrauchen“, so Scheper weiter.

Hintergrund zu AIM, DART und AIDA

AIM muss vor Ende 2022 in Position sein. Für diesen Zeitpunkt ist der Double Asteroid Redirection Test (DART) der NASA geplant. Der Zusammenstoß mit dem Asteroidenmond wird dabei in Vor- und Nachphase detailliert aufgezeichnet. Anhand dieser Beobachtungen wird man bestimmen können, inwieweit der Aufprall von DART die Bewegung des Mondes verändert.

Die Missionen AIM und DART sind zwei Komponenten einer internationalen Mission von ESA und NASA zur Demonstration einer Asteroidenablenkung namens Asteroid Impact and Deflection Assessment (AIDA).

AIDA ist ein spannendes und kostengünstiges Konzept zur Demonstration unterschiedlicher Techniken, durch die sich wertvolle Erkenntnisse in der Erforschung von Asteroiden und zum Schutz der Erde gewinnen lassen.

Weiterführender Link

www.esa.int/aim

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