04.12.2008

OHB-System AG: SAR-Lupe offiziell an Kommando Strategische Aufklärung übergeben

Übergabe v.l.n.r.: Brigadegeneral Friedrich-Wilhelm Kriesel - Kdr KSA -, Vizeadmiral Wolfram Kühn, Prof. Dr. Manfred Fuchs - CEO der OHB System AG -, Generalmajor Kurt Herrmann - stvBefh SKUKdo-, EDirBWB Heinz-Joachim Wolf - BWB-
Gelungene Kooperation. Quelle: Harnack- Bundeswehr

Heute übernahm das Kommando Strategische Aufklärung (KSA) offiziell das satellitengestützte Radar-Aufklärungssystem "SAR-Lupe".

Prof. Manfred Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Bremer OHB-System AG, übergab symbolisch ein Satellitenmodell an Heinz-Joachim Wolf, Erster Direktor des BWB, der es an Vizeadmiral Kühn weiterreichte. Der wiederum übergab das Modell an den Kommandeur des KSA, Brigadegeneral Friedrich-Wilhelm Kriesel, dessen Mitarbeiter in der Dienststelle Gelsdorf nun die Auftragssteuerung des Satelliten, die Auswertung der erfassten Daten sowie deren Weiterverarbeitung übernehmen.

"Mit diesem weltweit einmaligen Aufklärungssystem, das aus fünf identischen Satelliten auf drei Erdumlaufbahnen sowie zwei Verarbeitungs-Segmenten auf dem Boden besteht, setzt sich die Bundeswehr weltweit an die Spitze der Informationsgewinnung aus dem Weltall", erklärte Prof. Fuchs.

Mit SAR-Lupe verfüge Deutschland erstmals über ein eigenständiges satellitengestütztes Radar-Aufklärungssystem, das unabhängig von Wetter- und Tageslichtbedingungen Informationen bereitstellen kann. Mit Hilfe der fünf Radar-Aufklärungssatelliten ist weltweit jeder beliebige Punkt aufklärbar. Dies sei wichtig als Entscheidungsgrundlage für die politische Leitung und die mögliche Einsatzplanungen der Streitkräfte, so Vizeadmiral Kühn.

Kühn weiter: "Bereits der Kosovo-Konflikt 1999 hat uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig eine eigene weltweite Aufklärung ist. Die Einsätze der Bundeswehr in Afghanistan, aber auch die Unterstützung bei der Bewältigung von Umweltkatastrophen wie des Tsunami im Dezember 2004 machten täglich die Notwendigkeit eines aktuellen Lagebildes deutlich. Militärpolitisch bringt uns das in der satellitengestützten Aufklärung auf Augenhöhe mit anderen Staaten, im Radarbereich sogar in eine weltweite Spitzenposition.“

Das System wurde unter Führung der OHB-System AG entwickelt und mit Hilfe zahlreicher Unterauftragnehmer im Auftrag des BWB gebaut. Insgesamt kostete dieses Projekt rund 350 Millionen Euro. Darüber hinaus ist OHB für eine Laufzeit von 10 Jahren für den Betrieb der Satelliten zuständig.

Das System kann innerhalb von maximal 36 Stunden weltweit aktuelle Radarbilder liefern. "Aber in den allermeisten Fällen werden wir wesentlich schneller sein", versprach Brigadegeneral Kriesel. Zudem gebe es eine enge deutsch-französische Kooperation durch den Aufklärungsverbund mit dem französischen Satellitensystem Helios II, der die deutschen Radarbilder mit optischem Bildmaterial ergänze.

Ansprechpartner für die Medien

Günther Hörbst
Leiter Unternehmenskommunikation

OHB SE
Karl-Ferdinand-Braun-Str. 8
28359 Bremen

Tel.: +49 421 2020-9438
Mobil: +49 171 1931041
E-Mail: guenther.hoerbst@ohb.de

Julia Riedl
Unternehmenskommunikation

OHB System AG
Manfred-Fuchs-Straße 1
82234 Weßling - Oberpfaffenhofen

Tel.: +49 8153 4002 249
Mobil: +49 172 10 80 716
E-Mail: julia.riedl@ohb.de

Oder wenden Sie sich gerne zentral an uns mit einer E-Mail an: pr@ohb.de