07.01.2010

OHB und SSTL für den Bau von 14 Galileo-Navigationssatelliten ausgewählt

Verkehrskommissar Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission, gab heute bekannt, dass das Konsortium aus OHB-System AG und Surrey Satellite Technology Ltd. (SSTL) für den Bau und Test von 14 Satelliten des, von der Europäischen Union finanzierten, Satelliten-Navigationssystems Galileo ausgewählt wurde. Damit erreicht die Kommission, mit Unterstützung der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, einen wesentlichen Meilenstein im seit September 2008 laufenden Bieter-Verfahren.

Berry Smutny, Vorstandsvorsitzender der OHB-System AG, sagte anlässlich der Bekanntgabe: „Die Entscheidung der Kommission ist ein entscheidender Schritt zu Europas eigenem Navigationssystem. Galileo ist eines der bedeutendsten Infrastrukturprogramme der EU. Das ist ein großartiger Erfolg für Bremen und für den deutschen Mittelstand. Nach den Jahren der Verzögerung erreicht dieses Projekt nun die Phase der Umsetzung: jetzt legen wir los. OHB-System wird hier für seine Leistungsfähigkeit und seine modernen Konzepte bei der Entwicklung und dem Bau von Satelliten-Konstellationen belohnt.“

Matt Perkins, Vorstandsvorsitzender der SSTL, ergänzte: „Mit dem GIOVE-Programm hat SSTL demonstriert, dass sie die Fähigkeiten besitzt, ein wesentliche Rolle im Galileo-Programm zu spielen. Wir sind sehr stolz, dass das OHB-SSTL-Team für diesen Teil des Gesamtsystems ausgewählt wurde“.

OHB-System übernimmt mit dieser Entscheidung die Rolle des Hauptauftragnehmers beim Bau der 14 Satelliten und ist zugleich verantwortlich für die Entwicklung des Satellitenbusses und die Integration der Gesamtsatelliten. SSTL wird die Navigationsnutzlast entwickeln und bauen, und darüber hinaus OHB bei der Endmontage der Satelliten unterstützen. Die 14 Satelliten werden in Bremen gefertigt.

„Die Vergabe an unser Team ist ein europäisches Bekenntnis zugunsten des klaren Wettbewerbs und zeigt, dass EC und ESA OHB-System als einen vertrauenswürdigen und technologisch führenden Satellitenhersteller bewerten“, so Smutny weiter. „Wir danken beiden für den professionellen und fairen Ausschreibungsprozess sowie den konstruktiven Dialog. Wir werden nun unseren Teil des Programmes zur vollen Zufriedenheit des Kunden umsetzen.“

Beim Bau der Satelliten profitieren beide Partner von ihren jahrzehntelangen Erfahrungen. OHB-System hat nicht zuletzt mit dem deutschen Radar-Aufklärungssystem SAR-Lupe bereits eine Konstellation aus fünf baugleichen Satelliten innerhalb des Budget- und Zeitrahmens erfolgreich gebaut und gestartet. SSTL war hauptverantwortlich beim erfolgreichen Bau und Test des ersten Galileo-Satelliten, GIOVE A, sowie bei der Entwicklung und dem Bau der ebenfalls aus fünf Satelliten bestehenden RapidEye-Konstellation.

Perkins kommentierte: „Mit der Verantwortung für GIOVE-A, den ersten Galileo-Satelliten, der zwei Jahre nach seiner nominellen Lebensdauer noch immer operativ ist, sind wir besonders erfreut über die Entscheidung der Kommission und der ESA, die Erfahrung von SSTL und OHB beim Bau von Satelliten-Konstellationen für Galileo zu nutzen“.

Die Ausschreibung für das Gesamtsystem unterteilte die Europäische Kommission in sechs Segmente. OHB und SSTL boten gemeinsam für das „Satelliten“-Segment, also Entwicklung, Bau und Test der bis zu 28 ausgeschriebenen Satelliten an. Der oben genannte Zuschlag betrifft ein erstes Arbeitspaket von 14 Satelliten; weitere Pakete werden in einem späteren Wettbewerb vergeben. Die weiteren ausgeschriebenen Segmente des Gesamtsystems sind „Systemunterstützung“, „Bodenmission“, „Bodenkontrolle“, „Operations“ und „Startdiensleistung“.

Aufzeichnung der Telefonkonferenz zum Thema Galileo

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