06.02.2018

Vor 10 Jahren flog „Columbus“ in den Weltraum

OHB war Mitinitiator des Forschungslabors

Gut angekommen: Das an die Internationale Raumstation ISS angekoppelte europäische Forschungsmodul Columbus im Jahr 2008  © NASA/JSC
Gut angekommen: Das an die Internationale Raumstation ISS angekoppelte europäische Forschungsmodul Columbus im Jahr 2008 © NASA/JSC

Bremen/Oberpfaffenhofen, 06.02.2018. Morgen vor zehn Jahren wurde ein europäisches Großprojekt sprichwörtlich zum Fliegen gebracht: Das Columbus-Modul trat seine Reise in den Weltraum an und wurde nur wenige Tage später erfolgreich an die Internationale Raumstation ISS angekoppelt. Seitdem verfügt der Außenposten der Menschheit über ein europäisches Forschungslabor.

Drei Männer, darunter der inzwischen verstorbene Gründer des Bremer Raumfahrt- und Technologieunternehmens OHB und Visionär Manfred Fuchs*), ebneten ganz maßgeblich den Weg für das Columbus-Programm. „Mein Vater hat sich sehr dafür eingesetzt, dass Europa ein eigenes Forschungsmodul entwickelt und baut. Weil man ursprünglich schon 1992 startklar sein wollte - 500 Jahre nach der Entdeckung Amerikas durch Christopher Columbus - wurde sein Vorschlag, das Modul Columbus zu nennen, aufgegriffen. Das rief bei uns natürlich eine ganz besondere Identifizierung mit dem Columbus-Programm hervor!“, sagt Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender von OHB.  

Hier forscht Europa im All. Alexander Gerst fotografierte das Columbus-Modul 2014 während seiner Blue Dot Mission und kommentierte
Hier forscht Europa im All. Alexander Gerst fotografierte das Columbus-Modul 2014 während seiner Blue Dot Mission und kommentierte: "Our powerful European science lab in space. What we investigate here cannot be done anywhere on Earth!" © ESA/NASA

Um die Jahrtausendwende waren die Arbeiten bei der OHB System AG in Bremen ganz maßgeblich von Projekten für die ISS und das Columbus-Modul geprägt. Mehr als die Hälfte der damals rund 100 OHB-Mitarbeiter arbeitete an der Infrastruktur oder an Experimenten für die Raumstation. An Bord der Raumstation bzw. im Columbus-Labor finden sich folglich eine ganze Reihe und sehr unterschiedliche Beiträge von OHB. Sie reichen von vielen Kilometern Verkabelung und Tausenden Steckverbindungen, Boards für die Bordrechner, über verschiedene Lebenserhaltungssysteme, Elektronik, das Sportgerät FlyWheel bis hin zur Grundlagenforschungsapparatur PK-4. Eine besondere Bedeutung für OHB hat das Columbus-Rack EPM (European Physiology Modules), da es der erste Hauptauftrag war, den die Bremer von der Europäischen Weltraumagentur ESA erhielten. „Auch nach 10 Jahren intensiver Nutzung für zahlreiche Experimente funktioniert es immer noch tadellos und ist auch in der Zukunft für neue Experimentsessions voll ausgelastet“, sagt Dr. Marco Berg, Leiter der Abteilung Astronautische Raumfahrt und Exploration, stolz.

„Die Forschungsarbeiten, die an Bord der Raumstation in der Schwerelosigkeit durchgeführt werden können, eröffnen den Wissenschaftlern ganz neue Einblicke. Raumfahrt ist für mich immer dann besonders wertvoll, wenn der Nutzen für die Menschen im Mittelpunkt steht“, sagt Marco Fuchs. „Außerdem leisten große Raumfahrtprojekte wie die ISS und Columbus dauerhaft einen einzigartigen Beitrag zur Völkerverständigung über Ländergrenzen und Kontinente hinweg“.

*) Gemeinsam mit Professor Ernesto Vallerani und Professor Gottfried Greger wurde Manfred Fuchs Ende 1982 von der Deutschen Agentur für Raumfahrtangelegenheiten (DARA, heute DLR) als Initiatoren des COLUMBUS-Programms ausgezeichnet.

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